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Nexo-Karte: Kryptowährungen ausgeben, ohne zu verkaufen – ist das legal?
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Nexo-Karte: Kryptowährungen ausgeben, ohne zu verkaufen – ist das legal?

Juni 20267 Min. Lesezeit

Die Nexo-Karte ermöglicht es Ihnen, gegen Ihre Kryptos Kredite aufzunehmen und auszugeben, ohne zu verkaufen. Aber wie sieht es mit der französischen Besteuerung aus? Vollständige Analyse.

Stellen Sie sich vor, Sie könnten Ihren Kaffee bezahlen, Ihre Einkäufe erledigen oder Ihren Urlaub finanzieren mit Ihren Bitcoins, ohne sie jemals zu verkaufen. Das ist genau das Versprechen der Nexo-Karte und ihres auf Kryptowährungen gestützten Kreditsystems. Eine verlockende Idee für jeden Hodler, der sich weigert, sich von seinen digitalen Vermögenswerten zu trennen, besonders während eines Bull Markets.

Aber hinter dieser Innovation verbirgt sich eine entscheidende Frage, die sich nur wenige Nutzer zu stellen wagen: Ist das wirklich in Frankreich legal? Und vor allem, wie sieht die französische Finanzbehörde solche Transaktionen? Bevor Sie voreilig handeln, nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit, um die steuerlichen und rechtlichen Auswirkungen zu verstehen. Wenn Sie zwischen mehreren Lösungen zögern, helfen Ihnen außerdem unser Vergleichstool und unser Sparrechner gleich jetzt, die richtige Wahl zu treffen.

So funktioniert die Nexo-Karte: Das Prinzip des Krypto-Kredits

Ein Kreditierungsmechanismus, keine Verkauf

Die Nexo-Karte funktioniert nach einem völlig anderen Prinzip als klassische Krypto-Karten wie Binance Card oder Crypto.com. Statt Ihre Kryptos automatisch in Euro umzuwandeln, wenn Sie bezahlen (was ein steuerpflichtiges Ereignis auslöst), gewährt Ihnen Nexo eine Kreditlinie, die durch Ihre digitalen Vermögenswerte besichert ist.

Konkret funktioniert es so:

  • Sie hinterlegen Ihre Kryptowährungen (BTC, ETH, Stablecoins...) auf Ihrem Nexo-Konto
  • Nexo gewährt Ihnen eine Kreditlinie von bis zu 90% des Wertes Ihrer Vermögenswerte
  • Wenn Sie mit der Karte bezahlen, leihen Sie sich Euro von Nexo
  • Ihre Kryptos bleiben unangetastet als Sicherheit (Sicherheit)
  • Sie zahlen zurück, wann Sie möchten, mit Zinsen

Die scheinbaren Vorteile des Systems

AspektKlassische Krypto-KarteNexo-Karte (Kreditbetrieb)
Ihre KryptosBei jeder Zahlung verkauftAls Sicherheit behalten
Realisierte GewinneJa, bei jeder TransaktionNein (in der Theorie)
Unmittelbare BesteuerungPotenziell jaAufgeschoben oder vermieden
MarktexpositionReduziertVollständig erhalten
RisikoKeineLiquidation bei Kursfall

Dieses System spricht besonders Anleger an, die überzeugt sind, dass ihre Kryptos weiter an Wert gewinnen werden. Warum heute verkaufen, was morgen möglicherweise das Doppelte wert sein könnte?

Nexo-Karte Frankreich: Was das Steuerrecht wirklich sagt

Der steuerliche Rahmen für Kryptowährungen in Frankreich

In Frankreich basiert die Besteuerung von Kryptowährungen auf einem einfachen Prinzip: Die Abtretung ist der steuerpflichtige Tatbestand. Nach Artikel 150 VH bis des Allgemeinen Steuerkodex sind Sie besteuert, wenn Sie:

  • Kryptos gegen Euro oder eine andere Fiatwährung verkaufen
  • Kryptos gegen Waren oder Dienstleistungen tauschen
  • Eine Krypto in eine andere umwandeln (außer Stablecoins in bestimmten Fällen)
Der Steuersatz beträgt 30% (Pauschalsteuer oder PFU) auf realisierte Gewinne, mit einem Abzug, wenn Ihre jährlichen Verkäufe unter 305€ liegen.

Krypto-Kreditvergabe: Eine rechtliche Grauzone

Hier liegt der Kern der Debatte: Wenn Sie die Nexo-Karte verwenden, führen Sie technisch gesehen keine Abtretung durch. Sie nehmen einen Eurokredit auf, der durch Ihre Kryptos besichert ist. Dies ist eine grundlegende Unterscheidung.

Nach französischem Steuerrecht ist ein Darlehen kein steuerpflichtiges Einkommen. Wenn Sie einen Hypothekenkredit aufnehmen, zahlen Sie keine Steuern auf die geliehene Summe. Die gleiche Logik könnte auf Krypto-Darlehen angewendet werden.

Es gibt jedoch mehrere wichtige Nuancen:

  1. 1.Die französische Finanzbehörde hat sich offiziell nie zu dieser Art von Struktur geäußert
  2. 2.Der steuerliche Rahmen für Kryptos entwickelt sich ständig weiter und könnte geklärt werden
  3. 3.Im Falle einer erzwungenen Liquidation Ihrer Sicherheit (wenn der Kurs fällt) findet tatsächlich ein Verkauf statt
  4. 4.Die gezahlten Zinsen sind normalerweise nicht für Privatpersonen abzugsfähig

Expertenmeinungen: Vorsicht wird empfohlen

Mehrere auf Krypto spezialisierte Steuerjuristen sind der Ansicht, dass die Nexo-Struktur technisch defensiv ist, aber im Falle einer Kontrolle Risiken bergen würde. Die Finanzbehörde könnte potenziell:

  • Die Transaktion als Missbrauch einstufen, wenn der alleinige Zweck die Steuervermeidung ist
  • Die Stellung als Sicherheit als eine Form des Verkaufs betrachten
  • Das Prinzip der wirtschaftlichen Realität anwenden
Unser Rat: Konsultieren Sie einen Steuerjuristen, bevor Sie diese Art von Lösung in großem Umfang nutzen, besonders bei größeren Beträgen.

Nexo Card Bewertung: Vorteile, Nachteile und Nutzererfahrungen

Die Stärken der Nexo-Karte

  • Keine Transaktionsgebühren bei Zahlungen (0%)
  • Cashback bis zu 2% in NEXO-Token oder Bitcoin
  • Konkurrenzfähige Kreditzinsen: ab 0% für NEXO-Token-Inhaber
  • Keine traditionelle Kreditprüfung (Ihre Sicherheit reicht aus)
  • Mastercard-Karte überall auf der Welt akzeptiert
  • Erhalt der Marktexposition für Kryptos

Die zu beachtenden Grenzen

  • Liquidationsrisiko: Wenn der Kurs Ihrer Kryptos erheblich fällt, kann Nexo einen Teil Ihrer Sicherheit liquidieren, um die Schuld zu decken
  • Mindestmargenquote zu wahren (Loan-to-Value oder LTV)
  • Zinsen zu zahlen auf die geliehene Summe, wenn Sie nicht genug NEXO-Token haben
  • Steuerunsicherheit in Frankreich (wie wir gesehen haben)
  • Abhängigkeit von einer zentralisierten Plattform: Ihre Kryptos befinden sich bei Nexo, nicht in Ihrer persönlichen Wallet

Was französische Nutzer sagen

Die Bewertungen in Foren und sozialen Medien sind gemischt. Die wiederkehrenden positiven Punkte betreffen die Benutzerfreundlichkeit und die Zufriedenheit, "nicht zu verkaufen". Die Kritik konzentriert sich hauptsächlich auf:

  • Angst bei starken Marktabfällen (Risiko von Margin Calls)
  • Mangelnde Klarheit zur französischen Steuersituation
  • Zinssätze, die ohne NEXO-Token in die Höhe schnellen können

Kryptos ausgeben, ohne zu verkaufen: Alternativen zu Nexo

Vergleich der verfügbaren Lösungen

Nexo ist nicht die einzige Plattform, die diese Art von Dienstleistung anbietet. So positioniert sie sich gegenüber der Konkurrenz:

PlattformKartentypMaximum LTVZinssatzCashback
NexoKredit90%0% bis 13,9%Bis zu 2%
YouHodlerKredit90%VariabelNein
BlockFi (ausgesetzt)KreditN/AN/AN/A
Crypto.comDirekter VerkaufN/AN/ABis zu 5%
Binance CardDirekter VerkaufN/AN/ABis zu 2%

Welche Lösung wählen?

Die Wahl hängt von Ihrer Priorität ab:

  • Sie wollen Ihre Kryptos unbedingt behalten → Nexo oder andere Kreditlösung
  • Sie bevorzugen Einfachheit und steuerliche Klarheit → Klassische Karte mit automatischer Umwandlung
  • Sie suchen das beste Cashback → Karten wie Crypto.com mit Staking
Um alle diese Optionen nach Ihren persönlichen Kriterien zu vergleichen, nutzen Sie unser interaktives Vergleichstool. In wenigen Klicks sehen Sie die Unterschiede in Gebühren, Cashback und Vorteilen.

Häufig gestellte Fragen: Ihre Fragen zur Nexo-Karte und Steuern

Zahle ich Steuern, wenn ich die Nexo-Karte verwende?

Im Prinzip nein, solange Sie Ihre Kryptos nicht tatsächlich verkaufen. Die Kreditvergabe ist kein steuerpflichtiges Ereignis. Im Falle einer erzwungenen Liquidation Ihrer Sicherheit findet jedoch ein Verkauf statt und wird steuerpflichtig.

Was passiert, wenn der Kurs meiner Kryptos drastisch fällt?

Nexo wendet ein Loan-to-Value (LTV)-System an. Wenn der Wert Ihrer Sicherheit zu stark fällt, erhalten Sie Warnungen, um Gelder hinzuzufügen oder einen Teil zurückzuzahlen. Im schlimmsten Fall liquidiert Nexo automatisch einen Teil Ihrer Kryptos – was eine Besteuerung auslöst.

Ist die Nexo-Karte in Frankreich verfügbar?

Ja, die Nexo-Karte ist für französische Einwohner zugänglich. Sie wird als Mastercard-Karte ausgegeben und funktioniert überall dort, wo Mastercard akzeptiert wird.

Muss ich Krypto-Darlehen in meiner Steuererklärung melden?

Darlehen als solche sind nicht als Einkommen zu melden. Sie müssen jedoch immer im Ausland gehaltene Konten melden (Formular 3916-bis), wenn Sie Kryptos bei Nexo halten, einer außerhalb Frankreichs ansässigen Plattform.

Sind gezahlte Zinsen abzugsfähig?

Für Privatpersonen sind Darlehenzinsen normalerweise nicht abzugsfähig von Krypto-Gewinnen. Die Situation kann für Fachleute oder in bestimmten spezifischen Strukturen unterschiedlich sein.

Fazit: Sollten Sie die Nexo-Karte wählen?

Die Nexo-Karte stellt eine interessante Innovation für Krypto-Inhaber dar, die sich nicht von ihren Vermögenswerten trennen möchten. Der auf Kredite gestützte Mechanismus ermöglicht es theoretisch, die Besteuerung von Gewinnen zu vermeiden – ein erheblicher Vorteil in einem bullischen Markt.

Aber Vorsicht: Diese Struktur hat steuerliche Grauzonen, die die französische Behörde noch nicht geklärt hat. Die Verwendung dieser Lösung in großem Umfang ohne Rechtsberatung wäre unvorsichtig. Darüber hinaus ist das Liquidationsrisiko bei einem Absturz nicht zu unterschätzen.

Unsere Empfehlung? Testen Sie mit moderaten Beträgen, dokumentieren Sie Ihre Transaktionen, und konsultieren Sie einen Fachmann, wenn Ihre Beträge erheblich werden. Und vor allem: Vergleichen Sie, bevor Sie wählen: Jede Krypto-Karte hat ihre Besonderheiten, und die beste für Sie hängt von Ihrer Anlagestrategie ab.

Vergleichen Sie alle Krypto-Karten auf CryptoCardCompare und finden Sie diejenige, die wirklich zu Ihrer Anlagestrategie passt.

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